Roger Küng
Head of Operations EnergyCuringRAHN AG
Die erste Schicht beim 3D-Druck ist mehr als nur ein weiterer Schritt – sie ist das Fundament für alles, was danach gedruckt wird.
Eine gut gedruckte erste Schicht sorgt für festen Halt auf der Druckplatte, was Probleme wie Verziehen oder misslungene Drucke verringert. Wohingegen eine schlechte erste Schicht genau diese Schwierigkeiten verstärkt.
In diesem Leitfaden finden Sie mögliche Lösungen, mit denen Sie Probleme bei der ersten Schicht deutlich reduzieren können.
Die erste Schicht ist entscheidend beim 3D-Druck mit Photopolymeren, zum Beispiel bei der Stereolithografie (SLA) oder dem Digital Light Processing (DLP). In diesen Verfahren muss die erste Schicht sehr gut an der Druckplatte haften, damit sie sich während des Drucks nicht löst.
Deshalb bekommt die erste Schicht meist eine längere Belichtungszeit. Das sorgt für eine starke Verbindung zur Druckplatte und bildet eine stabile Basis für den restlichen Druck.
Damit die erste Schicht gut gelingt, müssen mehrere Faktoren stimmen:
Wenn die erste Schicht nicht richtig haftet, kann es zu Problemen wie Verziehen, Ablösen oder fehlgeschlagenen Drucken kommen.
Sei es beim 3D-Druck in der Zahnmedizin, der Automobilindustrie oder bei tragbarer Technologie (3D Printed Wearables) – Probleme mit der ersten Schicht sind weit verbreitet und reichen von schlechter Haftung, Verziehen bis hin zu sich abhebenden Kanten.
Daher finden Sie in den folgenden Abschnitten die häufigsten Probleme und mögliche Lösungen dazu.
Wenn die erste Schicht nicht gut haftet, kann sich das Modell während des Drucks ablösen oder gar nicht erst richtig starten. Oft liegt das an einer schiefen Druckplatte, zu kurzer Belichtungszeit oder an Verunreinigungen auf der Platte.
Die richtige Haftung auf der Druckplatte ist oft ein Balanceakt. Während zu wenig Haftung zu Ablösung führen kann, erschwert zu starke Haftung das Ablösen des Drucks und kann ihn beschädigen.
Eine ungleichmässige erste Schicht kann zu Druckfehlern führen und die Oberfläche negativ beeinflussen. Oft liegt das an einer schlecht ausgerichteten Druckplatte, an Harzresten im Tank oder an ungleichmässig verteiltem Harz.
Wenn die erste Schicht zu dünn oder fragil erscheint, kann es zu Haftungsproblemen oder Schichttrennung kommen.
Ursachen sind oft zu wenige untere Schichten, falsche Belichtungseinstellungen oder ein unausgeglichener Z-Offset.
Wenn sich die erste Schicht an den Rändern hochzieht oder von der Druckplatte löst, spricht man von Verziehen oder Ablösen.
Ursachen sind meist eine zu kurze Belichtung der unteren Schichten, eine verschmutzte Druckplatte oder äussere Einflüsse wie schwankende Temperaturen.
Während Probleme mit der ersten Schicht beim 3D-Druck vielfältig sein können, gibt es eine ganze Reihe von Massnahmen, mit denen Sie diese Probleme deutlich verringern und Ihre Erfolgsquote spürbar steigern können.
Probleme mit der ersten Schicht beim 3D-Druck erfordern eine präzise Auswahl der Materialien und sorgfältig abgestimmte Druckbedingungen.
RAHN ist Ihr zuverlässiger Partner für Lösungen im Bereich 3D-Druck – und Ihr kompetenter Lieferant für hochwertige Materialien.
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